Alarmierung bei Überschreitung der Vibrationsnorm: Wie funktioniert das?

Die Schwingungsüberwachung ist wichtig, um festzustellen, ob die Schwingungspegel, die durch Bauaktivitäten oder ein Infrastrukturprojekt freigesetzt werden, innerhalb der zulässigen Werte bleiben. Diese Werte beziehen sich entweder auf das Risiko von Schäden an Gebäuden oder auf die potenzielle Belästigung von Menschen, die in Gebäuden leben oder arbeiten.

Es ist wichtig, dass Sie schnell über jede Überschreitung der Vibrationsnorm informiert werden. Dies kann eine ziemliche Herausforderung sein, zumal moderne Geräte es einfach machen, von einem entfernten Standort aus zu messen. Möglicherweise sind Sie nicht physisch auf der Baustelle anwesend. Glücklicherweise haben die für die Technologie verantwortlichen Köpfe eine Lösung gefunden: Automatische Alarmbenachrichtigungen, wenn die Vibrationsnorm überschritten wurde. In diesem Blogartikel lesen Sie, wie das funktioniert und welche Möglichkeiten es gibt.

Schwingungsnormen: Wie werden sie ermittelt?

Es gibt mehrere Faktoren, die zusammenkommen, um die Schwingungsnorm für ein bestimmtes Projekt zu bestimmen. Wir listen sie hier kurz für Sie auf.

Der Zustand und die Funktion eines Gebäudes

Der Zustand und die Funktion eines Gebäudes sind wichtige Faktoren bei der Festlegung einer maximalen und/oder akzeptablen Schwingungsnorm. Es liegt auf der Hand, dass ein in die Jahre gekommenes, monumentales Gebäude, an dem der Zahn der Zeit bereits genagt hat, eine geringere Schwingungsbelastung verträgt als ein neu errichtetes, hochmodernes Betongebäude. Um zu entscheiden, welche Schwingungsnorm akzeptabel ist, müssen der Zustand und die Beschaffenheit des Gebäudes bestimmt werden.

Auch die jeweilige Nutzung eines Gebäudes spielt eine wichtige Rolle. Was machen die Menschen, die sich in dem Gebäude aufhalten, den ganzen Tag über? So ist es z. B. für einen Chirurgen extrem wichtig und sogar lebensrettend, dass er in einem Raum ohne störende Vibrationen operiert. Im Gegensatz dazu wird ein Fabrikarbeiter, der in einer lauten Umgebung arbeitet und stärkere Vibrationen spürt, höchstwahrscheinlich trotzdem in der Lage sein, seine Arbeit gut auszuführen. Bei der Festlegung eines akzeptablen Vibrationsstandards ist es wichtig, die Nutzung eines bestimmten Gebäudes zu bestimmen.

Auch die Tageszeit ist ein wichtiger Faktor. Es kann davon ausgegangen werden, dass eine Person umso empfindlicher auf Belästigungen reagiert, je gereizter sie ist. Wenn man nach einem langen Arbeitstag müde, aber zufrieden ins Bett geht, ist man empfindlicher für Vibrationen als wenn man tagsüber mit einfachen Hausarbeiten beschäftigt ist. Auch eine liegende Position erhöht unsere Empfindlichkeit gegenüber Vibrationen.

Dauer und Intensität der Schwingungen

Auch die Dauer und die Intensität der Vibrationen tragen zur Bestimmung der Vibrationsnorm bei. Es gibt eine Reihe von Werten, die in diesem Zusammenhang wichtig sind.

  • Der Spitzenwert (ausgedrückt mit dem Symbol Vtop) der Schwinggeschwindigkeit und die entsprechende dominante Frequenz. Diese Daten zeigen Ihnen die maximale Schwingungsbelastung, die während der Messung entstanden ist.
  • Die Dauer der Schwingung ist ebenfalls ein normierender Faktor. Dauert eine Baumaßnahme nur wenige Tage, ist die Schwingungsnorm weniger streng, als wenn eine Rammung wochenlang an der gleichen Stelle stattfindet.

Spitzenwerte und Durchschnittswerte

Auch die Art der Vibrationen spielt eine Rolle. Gibt es ein durchschnittliches und gleichmäßiges Vibrationsniveau oder gibt es starke und plötzliche Spitzen in der Vibrationsintensität?

Grenz- oder Zielwerte?

Die Art des Wertes, den Sie als Ausgangspunkt für eine Messung verwenden, trägt ebenfalls dazu bei, den Schwingungsstandard zu bestimmen. Messen Sie Grenz- oder Zielwerte? Ein Grenzwert ist eine harte Obergrenze, die üblicherweise als Wahrscheinlichkeit in Prozent ausgedrückt wird, während der Zielwert ein Standard ist, der wünschenswerte und akzeptable Durchschnittswerte berücksichtigt.

Um dies auf die Schwingungsüberwachung zu übertragen: Bei Überschreitung eines Grenzwertes wird das Risiko von Gebäudeschäden inakzeptabel hoch, während ein Zielwert einen Schwingungspegel angibt, der für die meisten Gebäudenutzer in einer bestimmten Situation nicht störend ist. Der Zielwert mittelt also sozusagen die unterschiedlichen Toleranzstufen der Menschen.

Alarme bei Überschreitung der Schwingungsnormen

Um es noch einmal zu wiederholen: Sie müssen eine Messung immer auf der Grundlage bestimmter Richtlinien durchführen, die anhand der oben genannten Variablen festgelegt wurden. Überschreitet eine Schwingung kontinuierlich die Norm? Dann ist es wichtig, sie rechtzeitig zu korrigieren oder die Arbeit zu stoppen oder zu verlangsamen. Mit einer Alarmbenachrichtigung wissen Sie, dass es nie zu spät ist, Maßnahmen zu ergreifen.

Einen solchen Alarm können Sie auf verschiedene Arten erhalten. Bei Omnidots können Sie zum Beispiel wählen, ob Sie per E-Mail, SMS oder Benachrichtigung auf der Honeycomb-Webplattform alarmiert werden möchten. In Honeycomb kann ein Benutzer drei Alarme für einen Messpunkt einstellen. Für jeden Alarm können Sie einen Prozentsatz relativ zum Richtwert wählen.

Legt die gewählte Richtlinie zum Beispiel fest, dass Vibrationen ab 2mm/s Überschreitungen sind? Wenn Sie dann Ihren Alarm auf 80 Prozent eingestellt haben, erhalten Sie ein Signal, wenn eine Vibration von 1,6mm/s oder höher auftritt. Zusätzlich können Sie jedem Alarm einen Namen geben und eine eigene Textnachricht einstellen.

Bei bestimmten Messsystemen können Sie auch Alarmhäufigkeiten in Form einer Mindestanzahl von Überschreitungen einstellen. Ein einzelner Ausreißer über einige Tage hinweg bedeutet z. B. nicht automatisch, dass Sie ein Projekt stilllegen müssen, vor allem nicht im Falle einer SBR-B-Messung. Setzen Sie in einem solchen Fall z.B. eine 3? Dann erhalten Sie nur dann eine Warnung, wenn ein bestimmter Schwingungspegel innerhalb einer Minute 3 Mal gemessen wird.

Sie können auch eine minimale Intervallzeit zwischen E-Mails und Textnachrichten einstellen (Ratenbegrenzung), damit die Warnungen nicht zu schnell und unaufhörlich kommen. Zusätzlich können Sie festlegen, welche Personen bei Überschreitung einer Schwingungsnorm benachrichtigt werden sollen. Diese Kontakte werden in der Regel pro Messprojekt hinzugefügt. Ist ein Mitarbeiter im Urlaub oder hat standardmäßig einen Tag pro Woche frei? Dann können Sie den Alarm einfach so einrichten, dass er an diesen Abwesenheitstagen keine Benachrichtigungen erhält. Ist ein Projekt beendet? Dann können Sie es archivieren und es verschwindet aus der Liste der aktiven Projekte.

Wollen Sie mehr wissen?

Das Setzen von Alarmen ist der beste Weg, um die Schwingungsnormen eines Projekts konsequent einzuhalten. Sie erhalten schnelle Benachrichtigungen über Überschreitungen, wodurch Sie auch angemessener reagieren können. Außerdem haben Sie mit einer fortschrittlichen Messlösung wie Omnidots viel Flexibilität bei der Wahl der Art und Weise, wie Sie die Alarme erhalten möchten. Neugierig auf die Möglichkeiten? Werfen Sie einen Blick auf unsere Website, lesen Sie unseren FAQ-Bereich oder kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.

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